WHKT-REPORT EXTRA ZUM THEMA CORONA – 18.05.2020

Vorwort:

Jetzt die Betriebe bei der Digitalisierung unterstützen


Liebe Leserinnen und Leser,

die Folgen der Corona-Krise werden uns lange begleiten. Bei allen Problemen zeigt sich: in einer Krise liegen auch Chancen für den Fortschritt. Deutschland hat in den vergangenen Wochen bereits einen digitalen Sprung gemacht – der Krise geschuldet. Ob Homeschooling oder Videokonferenzen: wir mussten uns an vielen Stellen mit digitalen Technologien auseinandersetzen. Für die Unternehmen ist der Befund eindeutig: diejenigen Betriebe, die bereits vor der Krise in digitale Anwendungen investiert haben, hatten es deutlich leichter, auf die neue Situation zu reagieren. 

Ob Corona oder nicht: Alle Arbeits- und Lebensbereiche werden von der Digitalisierung erfasst, die vergangenen Wochen haben die Entwicklung lediglich beschleunigt. Wir haben jetzt die Chance, die gewachsenen Einsichten in die notwendigen Digitalisierungsschritte auch im Handwerk zu nutzen. Viele unserer 190.000 Handwerksbetriebe, gerade die kleineren, haben hier Aufholbedarf. Im Zentrum unserer Arbeit muss deswegen nun die Frage stehen, wie wir das nordrhein-westfälische Handwerk bei seinem Weg in die Digitalisierung konkret unterstützen können. Das Thema ist keineswegs neu, aber die Krise führt uns die Dringlichkeit vor Augen. 

Konkrete Initiativen sind jetzt gefragt. Gute Digitalideen aus dem und für das Handwerk müssen jetzt wieder an Fahrt gewinnen – und auch das Land ist gefragt. Kleine Betriebe brauchen Rückenwind, damit sie im digitalen Wettbewerb bestehen. Dazu gehört z.B. der forcierte Ausbau der digitalen Infrastruktur ebenso wie konkrete Unterstützungsprogramme für die betriebliche Digitalisierung. Andere Bundesländer haben bereits eine Digitalisierungsprämie eingeführt, die auch die Anschaffung von Hard- und Software sowie Schulungen fördert. Wir sollten auch in NRW darüber nachdenken, ob wir mit einer solchen Prämie nicht auch die kleinen Betriebe in NRW nachhaltig unterstützen können.

Das Handwerk hält zusammen!

Bleiben Sie bitte gesund.

Ihr

Matthias Heidmeier
Hauptgeschäftsführer

Gemeinsamer Aufruf:

Investitions- und Innovationspaket gefordert

Zur Überwindung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wendet sich die nordrhein-westfälische Bau- und Planungsbranche in einem dringenden Appell an die NRW-Landesregierung und fordert ein umfassendes und langfristiges Innovationsprogramm der öffentlichen Hand.

Das Land Nordrhein-Westfalen wird aufgefordert, eine breit angelegte Investitions- und Innovationsoffensive einzuleiten, die noch in diesem Sommer zu den notwendigen Impulsen führen würde. Nur so kann es nach Überzeugung der Verbände und Kammern gelingen, das wirtschaftliche Überleben der in der Wertschöpfungskette »Bau« beteiligten Architektinnen und Architekten, Ingenieure oder Handwerker im Bauhaupt- oder -ausbaugewerbe zu sichern.

»Kredite und Soforthilfen sind richtige und wichtige Instrumente, um kurzfristig auf die drängendsten wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie zu reagieren. Der Planungs- und Baubranche ist damit aber leider nur bedingt geholfen, da unsere Branche die Folgen der Wirtschaftskrise erst in ein paar Monaten und dann mit aller Vehemenz spüren wird«, so Dr. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW. »Um dem entgegenzuwirken, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt und ein großes und nachhaltiges Zukunftspaket der öffentlichen Hand geschnürt werden. Wir brauchen ein echtes Innovationspaket«, fordert der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing.

»Die gesamte Wertschöpfungskette ‚Bau‘ ist ein wesentliches Fundament unserer Wirtschaft und ein zentraler Konjunkturmotor für tausende Handwerksbetriebe. Damit dies so bleibt, brauchen wir vor allem Aufträge. Dabei hat die öffentliche Hand nun eine wichtige Vorbildfunktion. Aufträge sind keine Subventionen, aber Aufträge erhalten Arbeitsplätze«, meint Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages.

»Wir hatten bereits vor der Corona-Krise einen erheblichen Investitionsstau, dessen Auflösung die Landesregierung mit hohen Investitionen begonnen hat. Die Politik darf diese Investitionen in Schulen, Kindergärten, Wohnungsbau, die Infrastruktur und den digitalen Ausbau jetzt auf keinen Fall drosseln, sonst beschleunigt sie nur die Talfahrt dieser Krise«, mahnte Dirk Grünewald, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen. »Mit den bereits auf den Weg gebrachten Hilfsmaßnahmen hat das Land einen wichtigen Teil seiner Hausaufgaben gemacht. Es geht nun darum, tatkräftig und mit Weitsicht der kommenden Auftragsdelle im Bausektor entgegenzuwirken«, bekräftigt auch der Präsident der Bauverbände NRW, Rüdiger Otto.

Die Verbände und Kammern zeigen sich überzeugt, dass insbesondere die Städte und Gemeinden ihrer Verantwortung als Bauherren und Investoren nachkommen müssen. Es sei deshalb unverzichtbar, die Kommunen technisch, finanziell und personell in die Lage zu versetzen, vor Ort die nötigen Investitionsanreize geben zu können.

Eine PDF-Datei dieser Pressemitteilung finden Sie hier.

WHKT aktualisiert umfassend FAQ zu Ausbildung und Prüfungswesen

Da sich die Bestimmungen nahezu wöchentlich ändern, aktualisiert der WHKT seine FAQ regelmäßig.
Die neueste FAQ-Liste online mit Stand 11.05.2020 finden Sie hier >

Ausfall von Fortbildungen für Sachkundige Dichtheitsprüfung aufgrund der Corona-Pandemie:

Anerkennung der Sachkunde für Sachkundige der Handwerkskammern bleibt trotz mangelnder Fortbildungsmöglichkeit bestehen

Gemäß § 13 Abs. 4 Selbstüberwachungsverordnung (SüwVO Abw) müssen anerkannte Sachkundige gemäß § 12 SüwVO für die Durchführung der Dichtheitsprüfung, spätestens alle drei Jahre an einer geeigneten, mindestens zweitägigen Fortbildung teilnehmen, damit die Anerkennung der Sachkunde bestehen bleibt. Aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen Kontaktbeschränkungsmaßnahmen wurde ab dem 15.03.2020 jegliche Fortbildung der beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) gelisteten Schulungsträger bis auf Weiteres abgesagt. Daher ist es für Sachkundige, deren Dreijahresfrist nach dem 15.03.2020 und vor Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebs abläuft, aus tatsächlichen Gründen unmöglich, fristgerecht an einer Fortbildung teilzunehmen.

Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat sich daher gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MULNV) dafür ausgesprochen, dass die anerkannten Sachkundigen des Handwerks bei Ablauf der Dreijahresfrist ihren Status nicht verlieren. 

Unter dem Datum 23.04.2020 hat das MULNV im Erlasswege entschieden, dass in entsprechender Anwendung des Rechtsgedankens aus § 206 des Bürgerlichen Gesetzbuches die Frist als gehemmt gilt, d.h. die Frist läuft vorerst nicht weiter und kann dementsprechend auch nicht ablaufen, sodass es nicht zu einer automatischen Streichung betroffener Sachkundiger von der vom LANUV geführten landesweiten Liste kommt.

Es ist weiter vorgesehen, dass das Ministerium den Erlass aufheben wird, sobald eine Wiederaufnahme des regelmäßigen Fortbildungsbetriebs absehbar ist.

Welche Auszubildenden werden wieder beschult?

In der 21. Schulmail vom 07.05.2020 hat das Schuministerium herausgegeben, in welcher Reihenfolge wieder Auszubildende beschult werden. Was das für den eigenen Auszubildenden bedeutet, kann nur die eigene Berufsschule mitteilen
https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Ministerium/Schulverwaltung/Schulmail/Archiv-2020/200507/index.html

Soforthilfe auch für ganz junge Unternehmen

Die Handwerkskammer Münster begrüßt die Ausweitung der Förderung von Bund und Land auf Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar und 11. März gegründet wurden. Im Kammerbezirk Münster sind dies 614 Handwerksbetriebe. »Für viele ist es notwendig, dass auch sie jetzt die Möglichkeit bekommen, ihre Existenz zu sichern und Finanzierungsengpässe für laufende Betriebskosten zu überbrücken“, betont HWK-Präsident Hans Hund. Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit fielen oftmals hohe Kosten für die Ausstattung des eigenen Betriebs und die Gewinnung von Kunden an. 25 neue junge Handwerksunternehmen, die in diesem Jahr bis zum Beginn der Pandemie-Maßnahmen gegründet wurden, mussten ihre Tätigkeit bereits wieder aufgeben. Jetzt sei eine schnelle Auszahlung aller bewilligten Soforthilfen dringlich, oftmals zähle jede Woche fürs existenzielle Überleben der Betriebe, so Hund.

Gründer, die sich in 2020 bis zum Stichtag selbstständig machten, haben die Möglichkeit die Soforthilfe über Angehörige steuerberatender Berufe zu beantragen. Sie beträgt – je nach Betriebsgröße – 9.000, 15.000 oder 25.000 Euro. (...)

https://www.hwk-muenster.de/de/presse-medien/newsroom/soforthilfe-auch-fuer-ganz-junge-unternehmen-1444

Bundesagentur für Arbeit:

Auswirkungen von Corona auf den Arbeitsmarkt in Deutschland

Statistische Arbeitsmarktgrößen, die den Einfluss der Corona-Pandemie zeigen: Mittlerweile sind die Auswirkungen von Corona auf den Arbeitsmarkt in Deutschland an vielen Stellen sichtbar. Auf dieser Seite finden Sie Darstellungen in Zahlen, Bild und Text, denen Sie den bislang feststellbaren Umfang dieser Auswirkungen entnehmen können.
https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Corona/Corona-Nav.html

Handwerkskammer Aachen: Bildungszentren und Akademie geöffnet

Die Bildungszentren und Akademie der HWK Aachen sind bereits seit dem 4. Mai 2020 wieder komplett geöffnet. Die Kammer bleibt bis Ende Mai geschlossen, ist aber für Kunden per Mail und Telefon erreichbar.
https://www.hwk-aachen.de/artikel/achtung-33,0,331.html

Handwerkskammer OWL zu Bielefeld: Weitergehende Öffnung am Campus Handwerk

08.05.2020 | Nach dem erfolgreichen und stufenweisen Start der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Berufsbildungszentrum sowie des Prüfungsbetriebs läuft somit die nächste Öffnungsstufe am Campus Handwerk ab dem 11.05.2020 an.
https://handwerk-owl.de/de/presse/pressemitteilungen/corona-lockerungen_6_1088.html

Handwerkskammer Dortmund: Stufenweise Lockerung schafft Planungssicherheit

07.05.2020 | Präsident Berthold Schröder: »Für viele Handwerksbetriebe sind die vereinbarten Lockerungen überlebenswichtig. Die Krise hat das Handwerk mit voller Wucht erfasst und die wirtschaftlichen Ausfälle werden voraussichtlich nicht nachgeholt werden können. Daher ist es wichtig, dass das wirtschaftliche Leben nun schrittweise und bedacht zur Normalität zurückgeführt wird. Die aktuellen Beschlüsse geben den Betrieben ein Stück weit Planungssicherheit und Perspektive zurück.«
https://www.hwk-do.de/artikel/stufenweise-lockerung-schafft-planungssicherheit-37,0,673.html

Handwerkskammer Düsseldorf und Akademie wieder geöffnet

07.05.2020 | Die Handwerkskammer Düsseldorf hat ihre Pforten grundsätzlich für den Besucherverkehr wieder geöffnet. Die Kammer weist darauf hin, dass alle Beratungs-Anlaufstellen am Düsseldorfer Georg-Schulhoff-Platz und in Oberhausen aufgrund der geltenden Abstandsregelung ihren Service bis auf weiteres allerdings nur nach vorheriger Terminvereinbarung anbieten können. Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann betont: »Mit Schutzscheiben, Abstandszonen, Mund-Nasen-Maskenpflicht und einem Maskenvorrat für den Bedarfsfall sowie mit verbindlichem Eintrag in Besucherlisten sichern wir den notwendigen Gesundheitsschutz für Gäste und Mitarbeiter ab.«
https://www.hwk-duesseldorf.de/artikel/handwerkskammer-und-akademie-geoeffnet-31,1710,4811.html

Handwerkskammer zu Köln: Azubis dringend gesucht! Handwerk behauptet sich auf dem regionalen Lehrstellenmarkt

13.05.2020 | Besonders positiv ist die Entwicklung in Bonn/Rhein-Sieg: Hier haben die Handwerksunternehmen, trotz wirtschaftlich angespannter Lage, nur 4,9 Prozent weniger Ausbildungsverträge neu abgeschlossen als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Laut Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln, suchen »(...) Mitgliedsbetriebe händeringend nach Nachwuchskräften: Die Auftragslage ist in weiten Teilen des Handwerks, durch die unternehmerische Flexibilität, die die Betriebe an den Tag gelegt haben, nach wie vor gut.«
https://www.hwk-koeln.de/downloads/trotz-corona-pandemie-azubis-dringend-gesucht-32,1797.pdf

Handwerkskammer Münster: HWK-Umfrage – 86 Prozent der Handwerksbetriebe von Coronakrise betroffen

13.05.2020 | Weitere Maßnahmen zur Existenzsicherung notwendig. »Das Handwerk ist froh, wieder komplett arbeiten zu dürfen. Der Großteil der heimischen Betriebe kämpft aber weiterhin mit den negativen Folgen der Pandemie.« So wertet Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, das Stimmungsbild der vierten Corona-Blitzumfrage seines Hauses. Daran nahmen 637 repräsentative Unternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region teil.
https://www.hwk-muenster.de/de/presse-medien/newsroom/hwk-umfrage-86-prozent-der-handwerksbetriebe-von-coronakrise-betroffen-1443

Handwerkskammer Südwestfalen: Meisterkurse laufen seit dem 4. Mai wieder an

Trennwände, Plexiglasscheiben und drei komplett neue Klassenräume. Im bbz Arnsberg wird trotz des »Lockdowns« im Hintergrund an vielen Stellen eifrig geklebt, geschnitten und gewerkelt. Die Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, das Bildungszentrum schnellstmöglich wieder ans Laufen zu bringen.
https://www.hwk-swf.de/artikel/meisterkurse-laufen-am-4-mai-wieder-an-38,0,509.html

Friseurhandwerk & Kosmetik

Vorgaben u. a. zur Berufsausübung für Friseure und Kosmetiker (Anlage Hygiene- und Infektionsschutzstandards zur Coronaschutzverordnung vom 8. Mai 2020 der Cornoaschutzverordnung):
https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/200508_anlage_hygiene-_und_infektionsschutzstandards_zur_coronaschvo_vom_8._mai_2020_bf.pdf

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW); SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk, 08.05.2020: Worauf müssen Friseursalons bei der Wiedereröffnung achten? Wie schützen sie ihre Beschäftigten möglichst gut vor der Infektionsgefahr durch das Coronavirus? Der aktualisierte Arbeitsschutzstandard gibt die Regeln vor. Neu: Unter strengen Auflagen sind nun auch gesichtsnahe Dienstleistungen erlaubt.
https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Branchenartikel/SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard-Friseurhandwerk_Download.pdf?__blob=publicationFile

ZDH, Praxis Datenschutz, Erhebung von Kundendaten in Friseursalons: Beachtung besonderer Schutzvorkehrungen nach dem Corona-Shutdown und Vorlage zur Erfassung der Kundendaten
https://www.zdh.de/fachbereiche/organisation-und-recht/datenschutz/datenschutz-fuer-handwerksbetriebe/

Digitalisierung

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: Digitalisierung und Nachhaltigkeit künftig Pflichtprogramm für Auszubildende; Bund, Länder, Arbeitgeber und Gewerkschaften beschließen gemeinsam Mindeststandards für alle Ausbildungsberufe, damit (…) Kompetenzen aus den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit in jedem Ausbildungsberuf vermittelt werden. Hierfür haben sie neue sogenannte Standardberufsbildpositionen beschlossen. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: »Die Bewältigung der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen dominiert aktuell unser aller Handeln. Das betrifft in weiten Teilen auch die berufliche Bildung. Trotzdem dürfen wir die Zeit nach der Krise nicht aus den Augen verlieren. Die Digitalisierung der Arbeitswelt und der Klimaschutz werden uns auch nach der Gesundheitskrise wieder stärker beschäftigen. Unternehmen brauchen auch in Zukunft gut qualifiziertes Personal, um die Herausforderungen der Digitalisierung und des Klimawandels meistern zu können. (…)«
https://www.bmbf.de/de/karliczek-digitalisierung-und-nachhaltigkeit-kuenftig-pflichtprogramm-fuer-auszubildende-11049.html

HWK zu Köln – Webinar-Reihe der Handwerkskammer bietet kostenlose Online-Workshops an, mit denen Betriebe »Digital durch die Krise« gelangen: Liquidität in Krisenzeiten, Marketing für kleine Unternehmen, gelungene Texte für Internet, Facebook & Co.(…) Die Handwerkskammer zu Köln hat auf den Beratungsbedarf ihrer Mitgliedsunternehmen reagiert und setzt nun verstärkt auf E-Learning in Form von kostenlosen »Webinaren«.
https://www.hwk-koeln.de/downloads/neue-webinar-reihe-der-handwerkskammer-bietet-kostenlose-online-workshops-an-mit-denen-betriebe-digital-durch-die-krise-gelangen-32,1795.pdf

Neuigkeiten zu KAoA in Coronazeiten

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen aktualisiert fortlaufend die Regelungen für die Berufliche Orientierung auf ihrer Website. Unter dem Reiter »Informationen zu KAoA« sind die neuesten Regelungen, die zu Recht ganz auf Freiwilligkeit bei der Umsetzung für alle Beteiligten setzt.
https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Die berufliche Bildung hat sich auch in Krisenzeiten stets bewährt

06.05.2020 | Schon jetzt sei aber absehbar, so Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), dass die Corona-Pandemie den Ausbildungsstellenmarkt nicht verschonen werde. »Dennoch gibt es gute Gründe, mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung zu blicken. Denn das duale Berufsbildungssystem in Deutschland ist stark und hat sich auch in früheren Krisen stets bewährt.« 
https://www.bibb.de/de/pressemitteilung_122923.php

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV): Arbeitsschutz ist Gesundheitsschutz – Infos zur aktuellen Corona-Krise

Auf den Seiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) stehen zahlreiche, auch branchenspezifische Informationen zum Themenbereich Arbeitsschutz in Corona-Zeiten zur Verfügung:

https://www.dguv.de/de/praevention/corona/index.jsp, https://www.dguv.de/corona/index.jsp

Beschluss von HANDWERK.NRW

Der Beschluss des Vorstandes von HANDWERK.NRW vom 29. April 2020 lautet:

1. Die Corona-Krise stellt für unser Land eine historische Herausforderung dar. Wir müssen ihr mit großer Besonnenheit, Entschlossenheit und Solidarität begegnen. Dabei hat der Schutz der Gesundheit weiterhin oberste Priorität.

2. Wir begrüßen, dass der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen für betroffene Unternehmen und Beschäftigte umfangreiche Instrumente bereitgestellt haben, um die ersten Wochen der Krise zu überbrücken. Vor allem die Soforthilfe als Zuschuss hat vielen Handwerksbetrieben geholfen. Wir begrüßen, dass das Land nun auch eine einfache Lösung zur Unterstützung für Betriebe des Gründungsjahrgangs 2020 vorbereitet. Einzelne Punkte gilt es noch nachzusteuern, z.B.

  • die Verlängerung der Antragsfrist für die Soforthilfe,
  • die Klärung der offenen Fragen zur Anrechnung und Zuständigkeit bei Soforthilfe und Grundsicherung bei Einzelunternehmerinnen und -unternehmern,
  • die Bereitstellung von Kredit- und Darlehensangeboten für Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigte.

3. Wir begrüßen, dass Bund und Länder seit dem 20. April erste Öffnungsschritte eingeleitet haben. Damit haben auch viele in ihrer Existenz bedrohte Handwerksunternehmen wieder eine Perspektive erhalten. Die Handwerksorganisationen stehen voll hinter den Verhaltensregeln und Hygienestandards, die jetzt vereinbart wurden, um Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner zu schützen und das wirtschaftliche Leben wieder in Gang zu setzen. Wir vertrauen unseren Betrieben, diese Regeln konsequent umzusetzen. Jeder Betrieb kann jetzt durch eigenes vorbildliches Handeln im Gesundheitsschutz dazu beitragen, dass bald auch wieder Dienstleistungen der Friseure und Kosmetiker angeboten und Cafés und Imbisse im Lebensmittelhandwerk öffnen dürfen. Je mehr wir öffnen, desto disziplinierter müssen wir handeln.

4. Besonders liegt dem Handwerk am Herzen, dass die beruflichen Bildungseinrichtungen – unter Einhaltung der gesundheitsnotwendigen Regeln – wieder ihren Betrieb aufnehmen. Unsere Hauptsorge gilt all denen, für die Prüfungen anstehen und die ihre Ausbildung abschließen wollen.

5. Ausbildung braucht Perspektive. Wir müssen uns darum kümmern, dass wir junge Menschen zum neuen Ausbildungsjahr für das Handwerk gewinnen. Ein Ausbildungsbonus kann Unternehmen anreizen, unter schwierigen Rahmenbedingungen zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Die finanzielle Stabilisierung unserer Bildungszentren ist eine weitere notwendige Voraussetzung. Seit dem 23. März wurden in den Bildungszentren keine Einnahmen mehr erzielt. Die Unterstützung durch das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz wurde zudem in unangemessener Weise gekürzt. Die finanzielle Unterstützung muss rasch geklärt werden und mittelfristig gesichert werden. Sonst können notwendige Modernisierungen handwerklicher Bildungseinrichtungen nicht geleistet werden. Wir begrüßen daher die Bereitschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Mittel für die Stabilisierung der Bildungszentren bereitzustellen, und erwarten, dass auch der Bund einen Beitrag leistet.

6. Das Handwerk will sich nicht in der Krise einrichten. Das Handwerk will arbeiten. Dafür braucht es Aufträge – aus dem privaten Konsum und von der öffentlichen Hand. Öffentliche Investitionen können helfen, Auftragsengpässe zu überbrücken. Das Handwerk regt an, Investitionen zu stimulieren: durch eine deutliche Erhöhung der Wertgrenze für freihändige Vergaben im Bausektor, aber auch durch die Stabilisierung der kommunalen Finanzen und ein Investitionsprogramm für die Kommunen mit möglichst geringen Eigenanteilen.

7. Wir müssen auch die Rahmenbedingungen für mehr private und gewerbliche Investitionen schaffen: durch schnellere Baugenehmigungen, durch ein bürokratiearmes Grundsteuermodell, durch die Absenkung der Grunderwerbsteuer, durch Anreize für mehr privaten Wohnungsbau. Die Funktionsfähigkeit der Baubehörden muss unbedingt flächendeckend wieder hergestellt werden. Solche Maßnahmen stehen für das, was wir grundsätzlich aus dieser Krise lernen müssen: Wir brauchen bestmögliche Rahmenbedingungen für unternehmerisches Engagement – mit weniger Bürokratie, mit niedrigeren Steuern, mit besserer digitaler Infrastruktur, mit mehr Flexibilität und höherer Wettbewerbsfähigkeit. Mittelständisches Unternehmertum und berufliche Bildung machen unser Land stark!